Köln, 26. April 2010
ifs-Film gewinnt bei Filmfest Dresden
Preis der deutschen Filmkritik für »Heimspiel«
Mit dem Kurzfilmpreis der deutschen Filmkritik 2009 ist der Abschlussfilm »Heimspiel« (Regie: Bogdana Vera Lorenz, Produktion: Max Permantier, Drehbuch: René Schumacher) der ifs internationale filmschule köln am Wochenende beim 22. Filmfest Dresden ausgezeichnet worden.
Bewegt nahm Regisseurin und ifs-Absolventin Bogdana Vera Lorenz den Preis entgegen: »Ich freue mich besonders, dass der erste Preis, mit dem wir ausgezeichnet werden, von der Filmkritik kommt. Es ist eine große Ehre für unser außerordentlich engagiertes Team, dass die Menschen, deren Meinung für uns als Filmemacher und für das Publikum so wichtig ist, das Thema und auch die Machart unseres Films als relevant und preiswürdig ansehen.«
In »Heimspiel« lebt Lehrer Andreas (Wotan Wilke Möhring) in seiner Freizeit als Hooligan seine Lust an Gewalt aus. Als ein neuer Schüler sich ebenfalls als Hooligan entpuppt, droht das Doppelleben aufzufliegen.
Wie der Film diese Form der Gewalt thematisiert, hat die Jury der Filmkritiker überzeugt: »Ein Mann, der Vorbild sein sollte, prügelt sich in seiner Freizeit. Zum Spaß, für den Kick. Dieser bemerkenswerte Kurzfilm konfrontiert uns mit einem unbequemen, unheimlichen Phänomen: Brutalität, die Selbstzweck ist – kühl und distanziert, zugleich wuchtig und roh zwingt der Film den Zuschauer aus seiner Deckung, weil er nicht nach dem Woher der Gewalt fragt, sondern nach dem Wohin. Er greift an, bleibt ambivalent – und das mit einem Hauptdarsteller, der in seiner Abgründigkeit als Ethiklehrer und Hooligan voll trifft.«
Der Verband der deutschen Filmkritik (VdFk) hat den Preis für den besten Kurzfilm in diesem Jahr zum vierten Mal vergeben.
»Heimspiel« ist auch unter den deutschen Bewerbern für den diesjährigen Studenten-Oscar.
Gefördert wurde »Heimspiel« von der Filmstiftung NRW und dem CNA Centre national d’audiovisuel Luxembourg.
Das Filmfest Dresden hat sich zu einem der wichtigsten und höchstdotierten Festivals für den Kurzfilm in Europa entwickelt. Auf dem diesjährigen Filmfest Dresden wurden vom 20. bis 25. April über 250 Filme gezeigt. Allein in den Wettbewerben waren 69 Kurzfilme aus rund 20 Ländern vertreten. Gut 21.000 Besucher konnte das Festival in diesem Jahr verzeichnen.
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