Kölnische Rundschau, 01/2010
23. Januar 2010
Zukunft für Bildgestalter
Hochschulen bieten neuen Kamera-Studiengang an
von Rolf-R. Hamacher
Wenn gleich zwei NRW-Minister nach Köln kommen, um den "Beginn einer wunderbaren Freundschaft zu besiegeln", wie Medienminister Andreas Krautscheid (CDU) launig die Gäste in der Kunsthochschule für Medien begrüßte, dann muß es schon eine Herzensangelegenheit sein.
Auch bei seinem Kollegen, Innovationsminister Andreas Pinkwart (FDP), war das im Vorfeld betrauerte Ende des Studiengangs Kamera an der Fachhochschule Dortmund schnell vergessen. Die gemeinsame Übernahme des Studiengangs durch die Kunsthochschule für Medien (KHM) und die ifs internationale filmschule köln habe den Medienstandort Köln weiter gestärkt.
Die bisherige Zusammenarbeit mit der Dortmunder Fachhochschule lief zwar reibungslos, blieb aber durch die räumliche Trennung meist auf gemeinsame Einzelprojekte beschränkt. Nun hat man alles unter einem Dach, genauer gesagt unter zweien - denn beide Ausbildungsstätten werden neue Professoren und Mitarbeiter einstellen. An der KHM wird dann das Fach "Künstlerische Filmkamera" integriert, während an der ifs im Herbst der siebensemestrige Bachelor-Studiengang "Director of Photography" beginnt.
Rektor Klaus Jung von der KHM und seine Kollegin Simone Stewens (ifs) freuen sich auf die jetzt noch intensivere Zusammenarbeit, die wechselweise Seminare an beiden Hochschulen vorsieht. Der in der KHM beheimatete Technik-Pool wird aufgestockt und dann beidseitig genutzt. Besonders vor dem Hintergrund "einer von Bewegtbildern und dem Vormarsch der digitalen Technologien immer mehr geprägten Gesellschaft" sieht Simone Stewens die Herausforderung für den Beruf des Bildgestalters.
An der KHM, so Jung, füllt die neue Ausbildung ein Vakuum im Bereich "Audiovisuelle Medien". Jetzt heißt es, im Sinne der Studenten fruchtbar zusammenzuarbeiten. Wie das funktioniert, zeigte das musikalische Beiprogramm der Veranstaltung: Ein Duo (Piano und Trompete) der Hochschule für Musik und Tanz in Köln und Osnabrück gab einen jazzigen Vorgeschmack auf gelungene Kooperation.
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