Curriculum
Das 7-semestrige Bachelor-Studium ist modularisiert und setzt sich zusammen aus
- medienwissenschaftlichen Modulen und Schlüsselqualifikationen, in denen film- und medienwissenschaftliche Kenntnisse und soziale Kompetenz vermittelt werden,
- Fachmodulen, in denen das künstlerische und fachliche Know-how für den angestrebten Beruf vermittelt wird,
- und Projektmodulen, in denen eigenständig Projekte von der Idee bis zum fertigen Drehbuch oder Film realisiert werden.
Fachschwerpunkt Drehbuch
Warum, was und wie wird erzählt? Drehbuchstudierende müssen eine starke visuelle Kraft sowie eine große Neugierde und Lust auf Menschen mitbringen. Drehbuchschreiben heißt, sich sehr bewusst mit der Welt auseinanderzusetzen und sich darüber im Klaren zu sein, dass Erzählungen und Filme die Welt nicht nur beschreiben, sondern sie auch beeinflussen – manchmal sogar verändern.
Im ersten Studienjahr schreiben die Drehbuchstudierenden ein erstes, etwa halbstündiges dramatisches Drehbuch und entwickeln im Team mit den anderen Departments einen kurzen Spielfilm. Daneben probieren sie sich in literarischen und non-fiktionalen Formen aus. Im zweiten Jahr wird die Arbeit an den Charakteren und ihren Welten durch Szenenarbeit mit Schauspielern, Improvisationsübungen und Drehbuchaufstellungen vertieft. Parallel hierzu beginnen die Studierenden damit, ihren ersten abendfüllenden Spielfilm zu schreiben. Neben Seminaren zu dramaturgischen Modellen sowie zu gängigen Genres können in Zusammenarbeit mit den Fachbereichen
Filmregie, Kreativ Produzieren, Kamera, Editing Bild & Ton sowie Visual Arts weitere Kurzfilme entstehen. Ab dem fünften Semester steht das Drehbuchstudium dann
ganz im Zeichen des 90-minütigen Abschlussdrehbuchs. Darüber hinaus bereiten sich die Drehbuchstudierenden mit Seminaren zu Stoffpräsentation und persönlichem
Coaching sowie in Begegnungen mit Redakteuren und Produzenten auf den Einstieg ins Berufsleben vor.
Angewandte Medienwissenschaften
Die Lehre beschäftigt sich mit den Beziehungen des Mediums Film zu den anderen Medien und ihren Darstellungs- und Erzählformen, insbesondere zu den audiovisuellen Konkurrenzmedien Theater, Fernsehen und digitalen Spielen, aber auch zur bildenden Kunst und Fotografie, zu Literatur und Musik. Besondere Aufmerksamkeit finden in der theoretischen Reflexion wie in praktischen Übungen die ästhetischen und kulturellen
Konsequenzen der Digitalisierung für die Produktion, Distribution und Rezeption audiovisueller sowie cross- und transmedialer Inhalte.
Filmgeschichte und Filmanalyse
Das Lehrgebiet behandelt die verschiedenen Dimensionen und Elemente, die sich im Film berühren, überkreuzen und durchmischen: Raum und Zeit; Einstellung und Montage; Bild und Ton; Licht und Farbe; On- und Off-Screen; Figuren-, Kamera- und Zuschauerblicke.
Im Vordergrund stehen dabei die Untersuchung der medialen Bedingungen filmischer Ästhetik sowie die Reflexion ihrer historischen Wandelbarkeit.
Projekte
Ein wichtiger Teil der Lehre und des Lernens findet in der Projektarbeit statt, die von einer intensiven Kooperation der Bachelor-Studiengänge FILM, DIGITAL FILM
ARTS und KAMERA geprägt ist. In jedem Semester gibt es ein Projektmodul, in dem experimentiert, geübt und produziert wird. Die Anforderungen variieren: Es gibt fiktionale und non-fiktionale Projekte. Die Arbeit an den Projekten besteht sowohl aus individuellen Anteilen als auch aus interdisziplinärer Teamarbeit mit den Kommilitonen und anderen Kooperationspartnern. Die Komplexität der Projektarbeiten nimmt im Lauf des Studiums bis zum Abschlussfilm zu. Neben dem Studium besteht die Möglichkeit, freie Projekte mit Unterstützung der ifs zu realisieren.
Schlüsselkompetenzen und Berufsfeldorientierung
In allen Semestern sind Fachinhalte der Schlüsselkompetenzen und Berufsfeldorientierung
verankert. Persönliche und fachliche Entwicklung wird durch Coaching-Gespräche und Feedback der Lehrenden zu verschiedenen Studienleistungen und Teamprozessen
gefördert. Die Reflexion der eigenen künstlerischen Arbeit erfolgt mit interdisziplinärer Perspektive, im Kontext anderer Kunstwerke und als Teil des gesellschaftlichen
Diskurses mit Blick auf kulturelle Bedingungen. Die Entfaltung der eigenen künstlerischen Persönlichkeit (Ideen, Innovationen, Stil u. v. m.) wird gezielt gefördert. Orientiert an Theorie und Methodik bauen sich handlungsorientierte, analytische Kompetenz und Fähigkeit zur Entwicklung und Umsetzung von Lösungsstrategien auf. Soziale, sprachliche und kommunikative Kompetenzen (Verhandlungsführung, Selbstreflexion, Teamkooperation, Konfliktstrategien) werden vertieft. Für die Orientierung über zukünftige Berufsfelder dienen Case Studies zu Jobprofilen
(national/international) und Kenntnisse der Faktoren einer Existenzgründung. Festival- und Fachtagungsbesuche fördern die Bildung von Branchennetzwerken.
Bachelorarbeit
Als Bachelorarbeit im Fachschwerpunkt Drehbuch schreiben die Studierenden ein Originaldrehbuch für einen abendfüllenden Spielfilm. Auf Antrag kann auch ein
umfassendes Schreibprojekt für andere audiovisuelle Formate als Bachelorarbeit gelten.
Lehrgebiete
Folgende Lehrgebiete sind an der ifs durch Professoren vertreten:
- Angewandte Medienwissenschaften
- Filmgeschichte und Filmanalyse
- Drehbuch und Dramaturgie
- Filmregie Dokumentarfilm
- Filmregie Spielfilm
- Kreativ Produzieren
- Editing Bild & Ton
- Kamera Spielfilm
- Kamera Dokumentarfilm
- Digitale Kommunikation/Werbung
Unsere Professoren sind erfahrene Wissenschaftler und Praktiker, die außerhalb ihrer Lehrtätigkeit Drehbücher, Dokumentar- und Spielfilme sowie Forschungsarbeiten
realisieren. Unterstützt und ergänzt werden die kontinuierlich Lehrenden von weiteren Dozenten aus der deutschen und internationalen Filmwirtschaft. An der ifs gehören die aktive Tätigkeit in der Filmbranche und Präsenz in film- und medienwissenschaftlichen
Diskursen zu den Voraussetzungen für einen Lehrauftrag.
Prüfungen
Jedes Modul wird mit einer Prüfung abgeschlossen und bewertet. Die Prüfungen werden u. a. in Form von Hausarbeiten, Referaten, Arbeitsproben, Klausuren, Präsentationen oder mündlich abgenommen.
Abschluss
Nach erfolgreicher Bachelorprüfung wird der akademische Grad »Bachelor of Arts« (B. A.) verliehen.
Studienumfang
Die Studienleistung, der Workload, wird mit sogenannten Leistungspunkten berechnet.
Pro Semester werden 30 Leistungspunkte vergeben. Bei einer Regelstudienzeit von 7 Semestern sind 210 Leistungspunkte zum Erreichen des Abschlusses »Bachelor of Arts« notwendig. Der Studiengang Film ist als Vollzeitstudium eingerichtet.