Ein Filmregisseur arbeitet wie ein Dirigent – er führt die künstlerischen Leistungen vieler Menschen zu einer Sinfonie zusammen. Er erweckt das Drehbuch mit Bildern, Tönen und Inszenierungen zum Leben.
Ein Regisseur muss daher in der Lage sein, seine Interpretation des Drehbuchs für seine Mitarbeiter verständlich zu machen. Ein Film kann nur so gut werden, wie es dem Regisseur gelingt, dem Szenenbildner, den Schauspielern, dem Kameramann, dem Cutter und vielen anderen Beteiligten seine Vorstellungen zu vermitteln.
Er unterliegt finanziellen Rahmenbedingungen, was ihn jedoch nicht daran hindern sollte, eine individuelle, künstlerische Handschrift zu entwickeln. Sein Umgang mit Schauspielern, Licht, Farben, Musik, Kameraperspektiven und Rhythmus prägen seinen Stil und führen neben der Wahl spezifischer Themen zu seiner Identität als Filmregisseur.
Neben der künstlerisch-gestaltenden Kraft und der Wahrnehmungs-fähigkeit, die einen Regisseur auszeichnen sollten, umfasst die Regietätigkeit eine Reihe von organisatorischen Aufgaben. Dreh-arbeiten müssen sorgfältig vorbereitet werden. Ein Regisseur durchdringt den zu bearbeitenden Stoff mit einer umfassenden Recherche. Er engagiert sich in Zusammenarbeit mit dem Produzenten und dem technisch-kreativen Team für die Produktionsplanung.
In der Drehphase ist der Regisseur als Leitfigur für das gesamte künstlerische, technische und organisatorische Team gefordert. Er muss effektiv informieren, motivieren und entscheiden können. Er trägt den Hauptteil der künstlerischen und auch ein Teil der produktions-technischen Verantwortung. Neben dem Talent ist ein hohes Maß an Eigeninitiative erforderlich.