Laurenz Otto

 

Absolvent im Fachschwerpunkt Regie

»Im Endeffekt geht es um Dreck! Das ganze Leben ist dreckig, durchsetzt mit Körnung, Struktur, Reibungsflächen und Widerhaken. Als ich von zu Hause rausgeschmissen wurde, war ich fasziniert davon, wie sich eiskalt prasselnder Regen auf dem Kopf anfühlt, wie sehr Schweiß brennt, wenn er in die Augen kommt, und wie eklig süß Tränen schmecken können, wenn die Zungenspitze sie berührt. Unser tiefes soziales Bedürfnis nach Sinn und Ordnung lässt uns im Alltag nach Sicherheit und Stringenz streben. Doch wenn wir die Zwischenräume des Lebens erforschen, dann finden wir Chaos, Liebe, Irrationalität und Triebe – das ganze Spektrum der menschlichen Schönheit. Meiner Empfindung nach gibt es nichts Heldenhafteres als eine lebendige Figur, die ehrlich um etwas kämpft, sich dabei an der Außenwelt reibt und sich voll und ganz der Sache spendet – wie Insekten, die so nah ans Licht fliegen, dass sie darin verglühen. Film ist für mich immer eine Art der Suche und gleichzeitig die Formulierung einer potenziellen Antwort: eine Antwort, die man nur finden kann, wenn man sich auf die Reise begibt.«

Abschlussfilm

Allen Zweifeln zum Trotz