ifs-Absolventin gewinnt mit Abschlussfilm beim Deutschen Kamerapreis

Katja Tauber wird für die Beste Kamera in der Kategorie Kurzfilm ausgezeichnet

Katja Tauber

Für ihre herausragende Bildgestaltung wurde die ifs-Absolventin und DoP Katja Tauber in der Kategorie Beste Kamera Kurzfilm beim 31. Deutschen Kamerapreis ausgezeichnet.
Die Absolventin des Studienschwerpunkts Kamera / Director of Photography an der ifs internationale filmschule köln erhielt den Preis für ihre Kameraarbeit an dem ifs-Abschlussfilm »Mono No Aware« (Drehbuch, Regie, Editing: ifs-Alumnus Till Kleinau; Kamera, Drehbuch: Katja Tauber; Soundmischung: ifs-Alumnus Holger Buff).

Über die Kameraleistung von Katja Tauber für »Mono No Aware« urteilt die Jury: „Im Japanischen beschreibt der Ausdruck ‚Mono no aware‘ die Melancholie darüber, dass jeder Schönheit gleich auch die Vergänglichkeit innewohnt. Auf erzählerisch stark fragmentierte Weise ästhetisiert der gleichnamige Kurzfilm dieses Prinzip durch Katja Taubers fulminante Bildgestaltung. In ikonischen Einstellungen schafft sie in teils minimalistisches Licht getauchte Cinemascope-Tableaus düstere Melancholie. Reduzierte, grafische Bilder wechseln mit einer den ‚negative space‘ betonenden Kadrage und erzeugen so eine nahezu befreiend wirkende Räumlichkeit und Tiefe – Platz für Gedanken und Empfindungen, die der Film auslöst. Die Fülle an präzise komponierten Bildern entwickelt einen enormen Sog und verleiht dem Film eine betörende Schönheit.“

In seiner Laudatio unterstreicht Hajo Schomerus, Director of Photography und Professor für non-fiktionale und fiktionale Kamera an der ifs: „Katja Tauber ist es gelungen, Töne und Geräusche sichtbar zu machen und Bilder hörbar. Damit erzählt sie nicht nur von der Melancholie der Dinge, sondern darüber hinaus: von Wehmut, Traurigkeit, Einsamkeit – aber auch vom Fluss der Welt, vom Vergehen der Zeit – in einer ganz eigenen Dramaturgie. Katja Tauber, Absolventin der Kameraklasse der ifs in Köln, hat hier mit Till Kleinau in ihrem Abschlussfilm ein richtiges Kunstwerk geschaffen: rätselhaft, tiefgründig und bestechend schön.“

Katja Tauber: „‘Mono No Aware‘ war von Beginn an ein echtes Herzensprojekt, das unter ganz besonderen Umständen entstanden ist. Ich bin sehr stolz auf das super engagierte Team, den wunderbaren Cast – und dass unser gemeinsamer Film nun mit dem Deutschen Kamerapreis ausgezeichnet wird.“

Nominiert war in diesem Jahr auch die Editorin und ifs-Absolventin Friederike Dörffler für den Schnitt des ifs-Kurzfilms »75/1«.

Der Deutsche Kamerapreis wird jährlich in Köln vergeben. Er ehrt besondere Leistungen im Bereich Kamera und Schnitt in Kino- und TV-Formaten und ist die bedeutendste Auszeichnung der Branche im deutschsprachigen Raum. In diesem Jahr gingen insgesamt 455 Beiträge in sieben Kategorien ein. Die Preisverleihung findet Corona-bedingt online statt: Unter www.deutscher-kamerapreis.de werden die diesjährigen Nominierten und Gewinner*innen sowie Trailer der preisgekrönten Filme präsentiert. Im WDR sind am 25.05. um 23.45 Uhr Portraits aller Preisträger*innen zu sehen.