Alisa Kolosova

Alisa Kolosova

 

Absolventin im Fachschwerpunkt Regie

»Ich sehe zu meiner Rechten die Abbildung eines weißen Kaninchens, mitten in der Innenstadt, auf einem Tor. Ehe ich mich umdrehen kann, erblicke ich ein waschechtes weißes Kaninchen, mitten in der Innenstadt, auf der Straße. Mein erster Impuls ist, es einzufangen. Doch es gelingt mir nicht. Welche Ironie des Filmemachens. Geboren im Sankt Petersburger Plattenbau, aufgewachsen unter grauen Schieferplatten deutscher Kleinstädte, kristallisieren sich in meiner Arbeit ebensolche Kontraste zwischen den Welten heraus. Starke Frauenfiguren, die ihren Platz in einer von patriarchalen Machtstrukturen geprägten Welt suchen – das Absurde und Komische, um das Reale und Tragische besser verstehen zu können. Ich begebe mich auf die Suche nach einer Wahrheit innerhalb der Überhöhung, die neue Perspektiven schaffen und bestehende Sehgewohnheiten aufbrechen soll. Ich glaube, das Kaninchen ist am selben Tag verstorben. Immerhin hat meine Mutter mich nach Alice im Wunderland benannt.«

Abschlussfilm

Charly