Simone Stewens in der Jury des FernsehfilmFestivals Baden-Baden 2019

ifs-Geschäftsführerin Simone Stewens ist in diesem Jahr Teil der Jury des FernsehfilmFestivals Baden-Baden, das vom 25. bis zum 29. November stattfindet. Die diesjährige Juryvorsitzende ist die Medienmanagerin Christiane von Wahlert. Weitere Jurymitglieder sind die Fernsehkritikerin und Literaturwissenschaftlerin Heike Hupertz, der Hörspiel- und Theaterregisseur Leonhard Koppelmann sowie der Regisseur, Drehbuchautor & Produzent Mehmet Akif Büyükatalay.
An drei Tagen werden 12 Filme öffentlich vorgeführt und anschließend von der Jury öffentlich diskutiert.

Hier einige Zitate aus den öffentlichen Jurydiskussionen von Simone Stewens:

JURY-DISKUSSION zu PLAY (BR/ARD DEGETO)
»Erstmal finde ich super, dass das eine Heldenreise einer Heldin ist. Man kann Filme immer auf unterschiedliche Arten lesen. Ich lese diesen provokant: entführt er uns nicht nur in das ästhetische Universum dieses Spiels, sondern erzählt auch vom Empowerment einer jungen Frau. Dass die eine gewisse Radikalität nicht scheut, gefällt mir gut.« 

JURY-DISKUSSION zu DAS WUNDER VON WÖRGL (ORF/BR/ARTE/SRF/RAI SÜDTIROL)
»Die Geschichte ist wunderbar begleitet von lakonischem Humor, die Figuren nehmen sich nicht zu ernst. Das macht den Film warmherzig und menschlich.«

JURY-DISKUSSION zu EIN GANZ NORMALER TAG (SAT.1)
»Es findet eine zu einhundert Prozent eindimensionale Erzählung statt. Und was wirklich auffällt, ist, dass kein einziges Mal in dem Film das Wort Rassismus fällt. Es geht immer nur um Gewalt, Gewalt in der Gesellschaft, aber hier geht es am Ende darum, dass Rassismus tötet und dass es einen Rassismus gibt, der vom System gestützt wird.«

JURY-DISKUSSION zu KLASSENTREFFEN (WDR)

Simone Stewens:
„Ich kann Improvisation viel abgewinnen, auch dieser. Es sind fantastische Schauspieler und ich finde es richtig dass Typisierungen von Figuren stattfinden.
Und zur Arbeit der anderen Gewerke: es ist nicht einfach so einen Film zu drehen, weil man nicht genau weiß, was passiert. Es waren sicher sehr viele Kameras und Kameraleute am Set, ich weiß nicht wie viele Stunden Material entstanden sind – aber die Editoren-Leistung von Benjamin Ikes ist beeindruckend.”

Die Jury wählt am Ende des Festivals den Preisträger für den Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und weitere Sonderpreise aus, die bei der festlichen Abschlussveranstaltung am 29. November vergeben werden.

Im offiziellen Wettberwerb sind auch zwei Filme, an denen ifs-Alumni beteiligt waren:

Für den Spielfilm »Klassentreffen« (Regie und Buch: Jan Georg Schütte / WDR) verantwortet ifs-Absolvent Benjamin Ikes den Schnitt. Das Drehbuch für den Tatort »Für immer und ich« (Regie: Julia von Heinz,  SWR) schrieb ifs-Absolvent  Magnus Vattrodt. Wir wünschen viel Erfolg!

 

Foto: © FernsehfilmFestivals Baden-Baden 2019 / Martin Ohnesorge