Abschlussdrehbuch von Lukas Golletz
Drehbuch für einen Spielfilm | Melodrama | ca. 90-100 Min.

Robert, 22, will endlich seinen Heimatort verlassen. Sein Weggang erschüttert das symbiotische Dreier-Gefüge zwischen ihm, seinem besten Freund Eddie, 22, und seiner Mutter Mara. Bei einem letzten gemeinsamen Abendessen lassen sie voller Wehmut noch einmal die gemeinsame Zeit vorbeiziehen. Doch der Abschied wird endgültiger als befürchtet: Auf dem Rückweg von Roberts Abschiedsfeier verursacht Eddie einen Motorradunfall – Robert ist tot!
Mara verfällt nach dem Tod ihres Sohnes in Lethargie. Erst als sie dessen Tagebuch liest, fühlt sie sich dazu ermutigt, alte Freundschaften wiederaufleben zu lassen. Ihre Versuche, emotionale Nähe zu anderen aufzubauen, scheitern jedoch immer wieder. Eddie scheint ihr bewusst aus dem Weg zu gehen. Geplagt von Schuldgefühlen stürzt er sich in die Arbeit. Er plant seinen Alltag minutiös, um keine freie Sekunde mehr zu haben, in der er sich seinen Gefühlen stellen müsste. Ironischerweise wird er dadurch in Beruf und Privatleben erfolgreicher als zuvor.
Unterdessen vermutet Mara immer stärker, dass Eddie etwas mit dem Unfall zu tun hatte. Dieser Verdacht erhärtet sich, als sie eine blutgetränkte Jeans in dessen Wohnung findet. Von Rache getrieben, unternimmt sie nun alles, um Eddie mit seiner Schuld zu konfrontieren. Unbemerkt bringt sie immer wieder seinen perfekt getakteten Alltag durcheinander, platziert Erinnerungsstücke an Robert in dessen Wohnung – und treibt ihn so langsam in den Wahnsinn.