Weiter auf Erfolgskurs: Goldene Kamera für »Aufbruch in die Freiheit«

Drehbuch von ifs-Professorin Ruth Olshan und ifs-Absolventin Heike Fink

© Goldene Kamera

Der Spielfilm »Aufbruch in die Freiheit« (Regie: Isabel Kleefeld, Produktion: Relevant Film) ist am Wochenende mit der Goldenen Kamera in der Kategorie »Bester Fernsehfilm« ausgezeichnet worden. Für das Drehbuch zeichnen Ruth Olshan, Professorin für Dokumentarische Narrative in audiovisuellen Medien an der ifs internationale filmschule köln, sowie Heike Fink, ifs-Absolventin der Masterclass Non-Fiction, gemeinsam mit Andrea Stoll verantwortlich. Die Montage des Films verantwortet die Editorin und ifs-Absolventin Renata Salazar-Ivancan. Überreicht wurde die Goldene Kamera von Schauspielerin und Laudatorin Anna Maria Mühe.
Die Jury urteilte über das Drama: »Gekonnt verbindet der Film das private Drama mit der Frauenbewegung der 1970er. Die originale Sprache und eine fantastisch punktgenaue Ausstattung lassen den Zeitgeist aufleben, den die Schauspieler brillant interpretieren.«

Hauptdarstellerin Anna Schudt wurde für ihre Rolle der Erika ebenfalls mit einer Goldenen Kamera als »Beste Schauspielerin« ausgezeichnet.

»Aufbruch in die Freiheit« erzählt pointiert ein Stück deutscher Emanzipationsgeschichte: den Kampf der Frauen für das Recht auf Abtreibung und generelle Selbstbestimmung Anfang der Siebzigerjahre. In der Provinz trifft die verzweifelte Metzgersfrau Erika (Anna Schudt) eine folgenschwere Entscheidung: Sie treibt heimlich ab. Ihre Ehe gerät dadurch in eine schwere Krise, ihr Leben aus den Fugen. Unterstützung findet Erika bei ihrer Schwester Charlotte (Alwara Höfels), die in einer Kölner WG lebt. Erika engagiert sich wie sie in der Frauenbewegung und gehört schließlich zu den Frauen, die sich mit ihrem Konterfei auf dem stern-Cover dazu bekennen: »Wir haben abgetrieben!

Bereits beim Deutschen Fernsehpreis wurde »Aufbruch in die Freiheit« als »Bester Fernsehfilm« ausgezeichnet. Produzentin Heike Wiehle-Timm (Relevant Film) erhielt für das Drama beim Filmfest Hamburg den Hamburger Produzentenpreis »Deutsche Fernsehproduktionen«.

Ruth Olshan ist seit Januar 2018 Professorin für Dokumentarische Narrative in audiovisuellen Medien an der ifs. Seit ihrem Studium der Regie und der audiovisuellen Medien arbeitet sie als Regisseurin, Drehbuchautorin und Schriftstellerin. Im In- und Ausland hat sie zahlreiche Dokumentar- und Spielfilmprojekte realisiert und ist dafür mehrfach ausgezeichnet worden, u. a. mit dem Künstlerinnenpreis NRW und dem Friedrich-Wilhelm-Murnau-Preis. Umfangreiche Lehrerfahrung erwarb sie u. a. auch im Irak und in Armenien, wo sie insbesondere Frauen im Bereich Storytelling ausbildete.

Heike Fink hat sich nach einem Studium der Literaturwissenschaft und Soziologie dem Film verschrieben und ist seither als Autorin, Drehbuchautorin und Dokumentarfilmerin tätig. Für ihre Arbeiten erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen und Förderungen (u. a. Gerd-Ruge-Stipendium). An der ifs hat sie die Masterclass Non-Fiction absolviert, die sie inzwischen als Programmkoordinatorin betreut.

Die beiden Filmemacherinnen haben bereits mehrfach erfolgreich zusammengearbeitet.