»Abschluss 2021« an der ifs

  • Studierende im Bachelorstudiengang Film präsentieren ihre Abschlussarbeiten
  • Erste Preise und Festivalteilnahmen

Abschluss BA Film
Filmstill »Unter der Haut« © Ann-Katrin Pauly

58 Absolvent*innen der ifs internationale filmschule köln aus den Fachschwerpunkten Drehbuch, Regie, Kreativ Produzieren, Kamera, Editing Bild & Ton, VFX & Animation sowie Szenenbild präsentieren heute, 28.09., im Kino Cinenova vor Vertreter*innen der Medienbranche ihre Abschlussarbeiten.
Zu sehen sind elf fiktionale Abschlussfilme (in Ausschnitten). Außerdem werden acht Drehbücher für abendfüllende Spielfilme sowie drei Animations-Abschlussprojekte vorgestellt. Petra Müller, Geschäftsführerin der  Film- und Medienstiftung NRW und Gesellschafterin der ifs, hält ein Grußwort.
Am Folgetag werden die Abschlussfilme noch einmal für die Teams, Freunde und Familien in voller Länge im Kino Cinedom gezeigt.

Die Abschlussfilme der ifs-Studierenden sind schon in der Entwicklungsphase auf Interesse gestoßen: Sechs Abschlussfilmprojekte wurden von der Film- und Medienstiftung NRW gefördert, ein weiteres erhielt Unterstützung von der Staatskanzlei Thüringen.

Ein bereits gern gesehener Gast auf Festivals ist das Drama »Jackfruit«, das außer in Deutschland schon in Spanien, Portugal, Griechenland, UK und den USA gezeigt wurde. Der Film um eine genderfluide Person im Spannungsfeld der vietnamesischen Diaspora und des queeren Berlins war u. a. nominiert in der Kategorie »Bester Mittellanger Film« beim Filmfestival Max Ophüls Preis und erhielt eine Honorable Mention beim Sappho Film Festival. Nominiert ist der Film auch für den Iris Prize beim Iris Prize LGBT+ Film Festival in Cardiff.
Auch die Abschlussfilme »Auster« (Sehsüchte Filmfestival, WUIFF White Unicorn International Film Festival Indien, Female Filmmakers Festival Berlin) über ein problematisches Mutter-Tochter-Verhältnis, »Du hast viele Teile…« (Goldener Spatz) über eine Freundschaft mit Herz auf dem Schrottplatz und »Vaterliebe« (Trinationales Short Film Festival Offenburg) über einen Vater mit einer Obsession für die Beziehung seiner Tochter, waren bereits auf nationalen und internationalen Festivals zu sehen.
»Zeitpunkt X«, in dem ein Bauleiter mit den Problemen auf einer Großbaustelle kämpft, konnte sich bereits vor Produktionsstart über die Auszeichnung mit dem FEST Award von FEST – New Directors New Films Festival sowie über den Producers Network Award der Robert Bosch Stiftung für Franziska Wieden als Producerin freuen.
Das Drehbuch von »Allen Zweifeln zum Trotz« um eine fragile Vater-Sohn-Beziehung stand 2020 auf der Shortlist für den Deutschen Nachwuchs-Drehbuchpreis.
Viele der Abschlussfilm-Stoffe thematisieren komplizierte Beziehungsgeflechte und die Suche nach der eigenen Identität sowie nach Orientierung und Heimat in einer als unüberschaubar und abweisend empfundenen Welt.

In kurzen Pitches stellen auch die Absolvent*innen des Fachschwerpunkts Drehbuch ihre Abschluss-Projekte vor. In den Drehbüchern für abendfüllende Spielfilme ist Emanzipation von der Familie ein wiederkehrendes Motiv, sei es von der Mutter (»Juna«), vom übermächtigen Bild des toten Vaters (»Challenger Deep«), von der Ersatzfamilie (»Bis zum letzten Atemzug«), vom strengen oder gar gewalttätigen Elternhaus (»Zwei Motten in der Finsternis«) oder von eingefahrenen familiären Strukturen (»Woran glaubt Gott?«, »Herrencreme«). Emanzipation von der Vergangenheit versucht die Hauptfigur in »Leben ist nur eine Entzugserscheinung«.
Für sein Drehbuch »Pattern of Life« wurde Dario Haramustek im Juni mit dem renommierten First Steps Drehbuchpreis ausgezeichnet. In dem hochaktuellen Stoff geht es um einen Soldaten der US Air Force, der auf der Air Base Ramstein Livebilder von Kampfdrohnen auswertet und zunehmend an einem System zweifelt, das den Tod Unschuldiger billigend in Kauf nimmt.

Mit ihren gestalterischen VFX- & Animationsprojekten präsentieren sich die Absolvent*innen des Fachschwerpunkts VFX & Animation: Vorgestellt werden drei Animationsfilme, darunter eine Komödie um einen Baum mit Ambitionen (»Bloom«), ein historisch inspiriertes Drama (»Circus in Town«) und eine dystopische Mystery-Geschichte um das Individuum in der Großstadt (»Yûgen«). Auch für »Circus in Town« wurden schon die ersten Festival-Einladungen ausgesprochen.

Zum ersten Mal schließt auch eine Debüt-Generation an Szenenbildner*innen ihr BA-Studium ab, die das Gesicht und Profil des Studiengangs und der Projekte an der ifs bereichert haben.