Deutscher Fernsehpreis für »Aufbruch in die Freiheit«

Drehbuch von ifs-Professorin Ruth Olshan und ifs-Absolventin Heike Fink

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Foto: WDR/Annika Fusswinkel

Der Spielfilm »Aufbruch in die Freiheit« (Regie: Isabel Kleefeld, Produktion: Relevant Film) ist gestern mit dem Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie »Bester Fernsehfilm« ausgezeichnet worden. Für das Drehbuch zeichnen Ruth Olshan, Professorin für Dokumentarische Narrative in audiovisuellen Medien an der ifs internationale filmschule köln, sowie Heike Fink, ifs- Absolventin der Masterclass Non-Fiction, gemeinsam mit Andrea Stoll verantwortlich. Für die Montage verantwortlich war die Editorin und ifs-Absolventin Renata Salazar-Ivancan.

Das Drama »Aufbruch in die Freiheit« erzählt pointiert ein Stück deutscher Emanzipationsgeschichte: den Kampf der Frauen für das Recht auf Abtreibung und generelle Selbstbestimmung Anfang der Siebzi-gerjahre. In der Provinz trifft die verzweifelte Metzgersfrau Erika (Anna Schudt) eine folgenschwere Ent-scheidung: Sie treibt heimlich ab. Ihre Ehe gerät dadurch in eine schwere Krise, ihr Leben aus den Fugen. Unterstützung findet Erika bei ihrer Schwester Charlotte (Alwara Höfels), die in einer Kölner WG lebt. Erika engagiert sich wie sie in der Frauenbewegung und gehört schließlich zu den Frauen, die sich mit ihrem Konterfei auf dem stern-Cover dazu bekennen: »Wir haben abgetrieben!«

»Aufbruch in die Freiheit« ist auch für den Grimme-Preis in der Kategorie »Fiktion« nominiert. Die Verleihung findet am 05.04. statt. Beim Filmfest Hamburg wurde Produzentin Heike Wiehle-Timm (Rele-vant Film) für »Aufbruch in die Freiheit« bereits mit dem Hamburger Produzentenpreis »Deutsche Fernsehproduktionen« ausgezeichnet.

Ruth Olshan ist seit Januar 2018 Professorin an der ifs. Seit ihrem Studium der Regie und der audiovi-suellen Medien arbeitet sie als Regisseurin, Drehbuchautorin und Schriftstellerin. Im In- und Ausland hat sie zahlreiche Dokumentar- und Spielfilmprojekte realisiert und ist dafür mehrfach ausgezeichnet worden, u. a. mit dem Künstlerinnenpreis NRW und dem Friedrich-Wilhelm-Murnau-Preis. Umfangreiche Lehrer-fahrung erwarb sie u. a. auch im Irak und in Armenien, wo sie insbesondere Frauen im Bereich Story-telling ausbildete.
Heike Fink hat sich nach einem Studium der Literaturwissenschaft und Soziologie dem Film verschrieben und ist seither als Autorin, Drehbuchautorin und Dokumentarfilmerin tätig. Für ihre Arbeiten erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen und Förderungen (u. a. Gerd-Ruge-Stipendium). An der ifs hat sie die
Masterclass Non-Fiction absolviert, die sie inzwischen als Programmkoordinatorin betreut.

Die beiden Filmemacherinnen haben bereits mehrfach erfolgreich zusammengearbeitet.