INTO THE WILD ‐ Warm anziehen statt tief ausgeschnitten

Ein neues bundesweites Mentoring‐Programm für junge Filmemacherinnen geht an den Start. 

 

Konzipiert hat INTO THE WILD die Regisseurin, Autorin und Filmuni‐Alumna Isabell Šuba in enger Zusammenarbeit mit der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, der ifs internationale filmschule köln, der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM), der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF), der Deutschen Film‐ und Fernsehakademie Berlin (dffb) und der Filmakademie Baden‐Württemberg.
Das Programm soll junge Filmemacherinnen begleiten und ihnen durch bessere und frühzeitige Vernetzung den Einstieg in die Branche erleichtern. Die Teilnehmerinnen werden für das Thema Chancengleichheit in der Filmbranche sensibilisiert und erhalten durch ein einjähriges Mentoring‐Programm verbesserte Startchancen.
Am 17. Oktober 2016 wird das Programm ausgeschrieben.
Spätestens seit Isabell Šubas Mockumentary “Männer zeigen Filme und Frauen ihre Brüste” (D2013), das als Guerillaprojekt auf dem roten Teppich in Cannes seinen Anfang nahm und Rollenbilder in der Filmbranche hinterfragt, steht das Thema Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern auf der Tagesordnung. 2016 liefen in Cannes so viele Filme von Regisseurinnen, wie noch nie zuvor, dennoch bleibt die Regel bestehen: Studieren an den Filmhochschulen noch etwa gleich viele Männer und Frauen, ändert sich das Geschlechterverhältnis in den Jahren nach dem Abschluss signifikant und zu Ungunsten der Absolventinnen. Die Kollegen schaffen einfacher den Berufseinstieg, die Filmwirtschaft bleibt männlich dominiert – so spiegelt es sich auch in Presse und Kritik wider. Bis heute halten sich hartnäckig Vorurteile gegenüber Frauen in künstlerischen Führungspositionen, deren wirtschaftliche, filmästhetische und dramaturgische Kompetenz geringer geschätzt wird. Ein allgemeingültiges, bundesweites wie gewerkeübergreifendes Förderangebot, das Frauen den Berufseinstieg in der Medienbranche erleichtert und ihnen schneller beruflichen Erfolg ermöglicht, fehlt.
Hier setzt Isabell Šuba mit INTO THE WILD an.
Das Angebot richtet sich an Filmstudentinnen aller Gewerke ab dem 3. Studienjahr, Masterstudentinnen sowie Absolventinnen bis zum 3. Jahr nach ihrem Abschluss. Ein Jahr lang bietet das Programm den Teilnehmerinnen einen geschützten Raum, um an ihren Projekten zu arbeiten, sich mit branchenerfahrenen, erfolgreichen Mentorinnen auszutauschen, sich im Drehbuchcamp und in Workshops der eigenen Fähigkeiten zu vergewissern.
Die Aneignung von Gendersensibilität und ‐kompetenz, sowie eine breite Vernetzung untereinander und in der Branche sind weitere Schwerpunkte.
Bis zum 09. Januar 2017 können sich Interessentinnen mit ihren Ideen für lange Kino‐ und Fernsehfilme,
Dokumentarfilme oder Serienkonzepte bewerben. Der Fokus liegt dabei auf neuen Stoffen, die eine relevante weibliche Sicht erzählen und das Potenzial haben, ein breites Publikum zu begeistern.
Das Programm wird ermöglicht durch die Unterstützung der beteiligten Filmhochschulen und Förderungen durch das Kuratorium junger deutscher Film, das Medienboard Berlin‐Brandenburg, die Filmförderungsanstalt sowie die Film‐ und Medienstiftung NRW. Es fällt keine Teilnahmegebühr an.
“Ich bin davon überzeugt, dass ein früher Kontakt zu Redaktionen, Produzent*innen und erfahrenen
Regisseur*innen für das Studium unverzichtbar ist. Nur so kann ich ein Gefühl für Stoffe und ihre Chancen auf ein Publikum oder Förderung entwickeln. Nur so kann ich mich optimal auf meinen Beruf vorbereiten.” meint Isabell Šuba und ist, was eine Neuauflage von INTO THE WILD im nächsten Jahr betrifft, zuversichtlich. Dann werden die Teilnehmerinnen des ersten Jahrgangs ihre gesammelten Erfahrungen an den nächsten Jahrgang weitergeben, damit das Netzwerk wächst.

 

Kontakt:
INTO THE WILD – Isabell Šuba, Diana Hellwig
C/O Filmuniversität Babelsberg
Konrad Wolf
Marlene-Dietrich-Allee 11
14482 Potsdam
T: +49 (0)151/ 11 63 74 52
E-Mail: intothewild.mentoring@gmail.com
FB: www.facebook.com/intothewildmentoring/