»Filme versetzen die Wahrnehmung in Bewegung«

Dr. Ulrike Hanstein ist neue Professorin für Filmwissenschaft

Mit dem Start des Wintersemesters tritt die profilierte Film- und Medienwissenschaftlerin Dr. Ulrike Hanstein ihre Professur für Filmwissenschaft mit Schwerpunkt Theorie, Geschichte und Ästhetik des Films an der ifs internationale filmschule köln an.

Dr. Ulrike Hanstein hat nach ihrem Studium der Angewandten Theaterwissenschaft an der Universität Gießen im Fach Filmwissenschaft an der Freien Universität Berlin promoviert mit einer Arbeit zu »Unknown Woman, geprügelter Held. Die melodramatische Konzeption des Films bei Lars von Trier und Aki Kaurismäki«.
Als Postdoktorandin war sie Teil des Forschungsteams »Übertragungen: Medien und Religion« am Graduiertenkolleg »Mediale Historiographien« der Bauhaus-Universität Weimar, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Universität Erfurt.
In den vergangenen neun Jahren konnte sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin, Gastdozentin und Vertretungsprofessorin umfassende Lehrerfahrung sammeln – u. a. an der Bauhaus-Universität Weimar, der Friedrich-Schiller-Universität in Jena, der Universität Wien sowie an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig.
Bei Forschungsaufenthalten u. a. in London und Chicago sowie als Fellow am Getty Research Institute in Los Angeles hat sie ihre Forschungsschwerpunkte im internationalen Kontext vertieft. Zurzeit schließt sie ihre Habilitationsschrift zu Film- und Videodokumentationen der Performance Art ab.

Neben ihrer universitären Laufbahn war Ulrike Hanstein außerdem viele Jahre künstlerisch-praktisch im Theater- und Performance-Bereich tätig, u. a. als Regieassistentin, Performerin und als Produktionsleitung. Auch in ihrer Arbeit mit den Studierenden legt Dr. Hanstein Wert auf den Austausch zwischen theoretischen, gestalterischen und künstlerisch-praktischen Arbeitsweisen.

Ihre Arbeit als Filmwissenschaftlerin und Lehrende an der ifs charakterisiert sie wie folgt:
»Beim Betrachten eines Films tritt die Wirklichkeit jenseits der Bilder zurück. Alles, was es zu tun gibt, ist hinsehen und hinhören. Filme versetzen die Wahrnehmung in Bewegung und transportieren sie an immer neue, vertraute oder nie gesehene Orte. Filme formen eine sinnlich erfahrbare Welt, die über sich selbst und über die Wirklichkeit jenseits der Bilder Auskunft gibt. Filmwissenschaft bedeutet für mich, gemeinsam mit Studierenden von Filmen und durch Filme etwas zu lernen, was wir noch nicht wissen.