Abschlussfilm 2018 der ifs internationale filmschule köln
Spielfilm | Drama | 60 Min. | Förderung: Film- und Medienstiftung NRW

Kein Küssen. Keine passive Penetration. Für Waseem sind die Regeln klar: Wenn er sich von Lars für Sex bezahlen lässt, dann nur auf eine Weise, die er irgendwie mit seiner Heterosexualität vereinbaren kann. Auf der einen Seite der geflüchtete Syrer im Heim, auf der anderen Seite der gut situierte Deutsche mit Loft – stärker könnte der Gegensatz nicht sein, und dennoch verbindet die beiden ein tiefergehendes Interesse am jeweils anderen. Ihre Beziehung ist geprägt vom Wechselspiel der Dominanz übereinander und der Sehnsucht nach Nähe.

Der spielerische Machtkampf zwischen den beiden verrät zunehmend die Unfähigkeit der Männer, ihre Ängste und Sehnsüchte voreinander zu verbergen und die sorgfältig errichteten Fassaden aufrechtzuerhalten.

Während beide um den Erhalt der Schubladen im eigenen Kopf kämpfen, droht die sich entwickelnde enge Freundschaft für Waseem zu einer realen Gefahr in der Lebensrealität seines Heimes zu werden.

Crew

Regie / Drehbuch: Kai Kreuser
Produktion: Jenny Lorenz-Kreindl, Sonja Keßler
Kamera: Malte Hafner
Editing & Sounddesign: Tabea Hannappel

Cast

Renato Schuch

Nikolaus Benda

Preise & Festivals

  • Gewinnt Max Ophüls Preis 2019 in der Kategorie »Bester Mittellanger Film«
  • Nominiert für »Bester Spielfilm« beim Sehsüchte Int. Student Film Festival
  • Nominiert für »Bester Film« beim Studio Hamburg Nachwuchspreis