Polterabend

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Deutschland 2005 | 22 Min. | Spielfilm


„Mach dir mal keine Sorgen, Nobbi. Ich pass schon gut auf dein Goldstückchen auf.“ Da ist der gealterte Boxer Norbert ganz anderer Meinung! Ihm wird speiübel bei dem Gedanken, dass seine Tochter - sein Juwel! – den selbstverliebten und neureichen Lebemann Lukas heiraten wird. Wütend tritt Norbert seine Nachtschicht als Taxifahrer an. Und dann steigt Ingrid bei ihm ein, der es ähnlich wie Norbert geht, die ihm aber alles andere als ähnlich ist.
Auch sie muss ihren Sohn in ein neues Leben entlassen und würde in dieses Leben am liebsten mitgehen. Sie ist aber nicht wütend. Sie ist laut, geschwätzig, trinkt und feiert, was auch kommt. Sie zieht Norbert in eine lange Nacht, die ihm eine neue Sicht auf sein Leben bringen wird. Nachdem das erste Eis gebrochen ist, fangen sie an zu trinken, erzählen von ihrer Vergangenheit und ahnen nicht, was sie beide verbindet. Auf dem Dach der Boxhalle erwächst ein magischer Moment. Es wird still und der Wunsch nach Zärtlichkeit entsteht. Es ist dieser Moment, in dem etwas Überraschendes  auf den Zuschauer überspringt.

„Polterabend“ ist eine bittere Komödie, die sich der Komik einsamer, etwas älterer Menschen bedient. Aber wir versuchen diese Menschen ernst zu nehmen, denn sie müssen erwachsen sein, und fühlen sich doch verloren wie stehen gelassene Kinder.

Crew

Regie: Marian Bruchholz
Drehbuch: Marian Bruchholz, Philipp Hoffmann, Christoph Mathieu
Producer: Philipp Hoffmann
Kamera: Florian Michaelsen
Schnitt: Kerstin Helfer
Sounddesign: Stefan Meetz
Szenenbild: Jürgen Roth
Kostümbild: Verena Reuter

Cast

Axel Kraus
Karin Rasenack
Jan Nissen
Kirstin Hesse

Preise & Festivals

  • Publikumspreis, Grenzland-Filmtage Selb 2006
  • 29. Grenzland-Filmtage Selb 2006
  • 27. Filmfestival Max Ophüls Preis Saarbrücken 2006