Prof. Dr. Peter Scheinpflug

Professor*innen

Portraitfoto Peter Scheinpflug
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Prof. Dr. Peter Scheinpflug

Professur für Medienwissenschaft
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Habilitierter Medienwissenschaftler. Autor u. a. von »Genre-Theorie. Eine Einführung« und Gründer der Reihe »Studien zum deutschen Genrefilm«. Zudem wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Deutsche Philologie an der Universität Mannheim.

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Vita

Weil die Hochschule für Fernsehen und Film in München seine Bewerbung ablehnte, studierte Peter Scheinpflug Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft, Germanistik und Soziologie in Köln. Neben dem Studium arbeitete er als Tutor, kuratierte Filmreihen und wirkte an studentischen Kurzfilmproduktionen am Institut für Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft mit. Seinen Masterabschluss machte er 2010 jedoch an der renommierten Washington University in Saint Louis (USA). 2013 wurde er wiederum in Köln im Fach Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft mit der Arbeit Formelkino. Medienwissenschaftliche Perspektiven auf die Genre-Theorie und den Giallo (2014) promoviert. Im Fach Medienwissenschaft habilitierte er sich 2025 mit der Habilitationsschrift Medien begreifen. Eine medienanthropologische Theorie der Taktilität.

10 Jahre forschte und lehrte Peter Scheinpflug am Institut für Medienkultur und Theater der Universität zu Köln u.a. zur Digitalkultur, Filmgeschichte, zu Medientheorien, Genres, Gender Studies und vielem mehr. 2023 ging Peter Scheinpflug dann nach Mannheim ans Seminar für Deutsche Philologie, um seine aktuelle Forschung zum deutschen Film und insbesondere zum Neuen Deutschen Genrefilm zu intensivieren. Seit April 2026 hat Peter Scheinpflug die Professur für Medienwissenschaft an der ifs inne.

Derzeit erforscht Peter Scheinpflug vor allem den aktuellen deutschen Genrefilm, wozu er die allererste grundlegende Studie schreibt und 2025 die Tagungsreihe Studien zum deutschen Genrefilm begründet hat. Darüber hinaus hat er u.a. zur Geschichte des deutschen Films und Fernsehens, Genretheorie, zu Praktiken und Interdiskursen der Digitalkultur, Touchscreens, Christoph Schlingensief, Weihnachtsfilmen, Comics und Filmklassikern u.a. von Fritz Lang, Ingmar Bergman, Miloš Forman, Lina Wertmüller und Wong Kar-wai publiziert.

Publikationen (Auswahl)

Bücher

Schlingensief-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. J.B. Metzler. Berlin 2025. (hg. zus. m. Teresa Kovacs und Thomas Wortmann)

Genre-Theorie. Eine Einführung (= Red Guides). LIT Verlag. Berlin 2014.

Buchkapitel

Der DDR-Film als deutsches Staatsgenre: Wie 2018 im Kino um die Deutungshoheit über die DDR gekämpft wurde mit BALLON (D/F/USA 2018, R: Michael Herbig) und GUNDERMANN (D 2018, R: Andreas Dresen). In: Irina Gradinari und Michael Niehaus (Hg.): Staatsgenres. Zur politischen Dimension von Filmgenres. transcript. Bielefeld 2025. S 289-312.

Home is where the horse is, oder: Valeska Grisebachs respektvolle Demontage des Westernhelden in WESTERN (2017). In: Corina Erk, Matteo Galli und Jörn Glasenapp (Hg.): Lola, Toni, Yella und die anderen: Der deutsche Film nach 1990. Ein Kanon. Brill Fink. Paderborn 2023. S. 417-434.

Augmented reading. Lesen als multimediale Praktik im Digitalzeitalter. In: Sebastian Böck et al. (Hg.): Lesen X.0. Rezeptionsprozesse in der digitalen Gegenwart. V&R unipress. Göttingen 2017. S. 69-88.

Cyborgs Don't Cry. Tränen und die Grenzen der Menschlichkeit. In: Renate Möhrmann (Hg.): "So muß ich weinen bitterlich". Zur Kulturgeschichte der Tränen. Alfred Kröner Verlag. Stuttgart 2015. S. 381-405.

Blinde Machos. Lina Wertmüllers Filme und der male gaze. In: Renate Möhrmann (Hg.): Frauenphantasien. Zum imaginierten Mann von Film- und Buchautorinnen. Kröner. Stuttgart 2014. S. 418-439.

„Touch Windows Now!" Mediale Praktiken und kulturelle Phantasmen des Touchscreens. In: Clemens Stepina (Hg.): Dunkelzonen und Lichtspiele. (= Festschrift zum 65. Geburtstag von Lutz Ellrich). Edition Art Science. St. Wolfgang 2013. S. 201-229.

Konferenzveröffentlichungen

Vom Multikulti-Witz zur Genre-Politik: Noir und Fremdheit im Neuen Deutschen Genrefilm. In: Irina Gradinari und Ivo Ritzer (Hg.): Genre und Race. Springer VS. Wiesbaden 2021. S. 207-241.

eiPott, Oliven-Apps und Candy Crush: der kulinarische Interdiskurs rezenter Medientechniken. In: Jianhua Zhu, Jin Zhao und Michael Szurawitzki (Hg.): Akten des XIII. internationalen Germanistenkongresses Shanghai 2015: Germanistik zwischen Tradition und Innovation, Band 7. Peter Lang. Frankfurt a.M. 2017. S. 101-105.

Weitere Publikationen

Vollständige Publikationsliste: ORCID

Eine vollständige Liste von Publikationen, Konferenzen und Workshops sowie Lehrveranstaltungen kann hier eingesehen werden: https://www.phil.uni-mannheim.de/neuere-deutsche-literaturwissenschaft-ii/ 

KI, TikTok, Big Data, Second Screen, Fake News, Streaming, Digital Detox, Verticals – wer Filme realisieren will, für die sich die Menschen begeistern, muss verstehen, welchen Stellenwert Filme in unserer Medienkultur einnehmen, wie Menschen verschiedene Medien nutzen, welche Effekte Medien auf uns als Individuen und Gemeinschaft haben und, last but not least, was Menschen in der Digitalkultur beschäftigt. All das lehrt die Medienwissenschaft und hilft so Filmemacher*innen, bewusster ihre Position als Künstler*innen in einer sich durch die Digitalität rasch wandelnden Medienkultur zu finden.

Peter Scheinpflug

Professur Medienwissenschaft