Gefährtinnen Isis Rampf Master Film

GEFÄHRT*INNEN (AT)

Die junge Mutter Lenda flüchtet aus einer toxischen Beziehung. Durch eine unerwartete Begegnung beginnt sie eine Welt voll Geborgenheit und Zärtlichkeit zu imaginieren. Doch als auch diese Illusion beginnt zu bröckeln, muss sich Lenda ihren eigenen Ängsten stellen und lernen auf sich selbst zu vertrauen.

Als die junge Mutter LENDA (29) eines Abends von ihrem Job in einer Tierhandlung in ihre beengte Zweizimmerwohnung in Berlin kommt, entbrennt ein Streit zwischen ihr und ihrem Freund THORBEN (36). Die einst so romantische Beziehung besteht längst nur noch aus Eifersucht und Manipulation. Der einzige Ankerpunkt der Beziehung ist Lendas Tochter MARIANNA (6). Kurz nach dem Streit taucht eine alte Bekanntschaft in Lendas Leben auf: MALU (33). Das ruft Erinnerungen an eine zärtliche Annäherung hervor. Malu lebt in einem großzügigen Haus am Waldrand mit zwei Partner*innen und einem Kater. Als wenige Tage später danach Marianna versehentlich während eines Streits fast verletzt wird, flüchtet Lenda mit ihrer Tochter zum ersten Mal aus der gemeinsamen Wohnung. Nachts beginnt Lenda ihre eigene Erzählung zu schreiben, um dem Schmerz zu entgehen. Sie imaginiert Malus Welt, die für Lenda unbeschwert, harmonisch und einfach zu sein scheint. Kurz darauf entschuldigt sich Thorben und bittet Lenda zurückzukommen. Doch als sie erfährt, dass Thorben sie wieder einmal anlügt, beginnen die Grenzen zwischen Lendas Fiktion und der Realität weiter zu verschwimmen. Lenda stellt sich vor, wie sie und Marianna bei Malu unterkommen. Lenda lernt dadurch eine friedliche Parallelwelt kennen und findet immer mehr zu sich selbst. Doch nach und nach beginnt auch die harmonische Illusion von Malus Welt zu bröckeln. Es entstehen Unstimmigkeiten über die Neuankömmlinge und Lendas Tochter Marianna hat Schwierigkeiten, sich einzufinden. Als dann Marianna während eines Waldbrandes verschwunden zu sein scheint, erkennt Lenda, dass sie in ihrem Versuch, sich selbst zu finden, für einen kurzen Moment ihre Tochter vergessen hat. Die Schuldgefühle überwältigen sie und als weder Malu noch die anderen bereit sind, ihr zu helfen, muss Lenda sich eingestehen, dass sie selbst für ihr Leben und das ihrer Tochter verantwortlich ist und eine Entscheidung treffen muss.